Checklisten für das Arztgespräch

  • Versuchen Sie gemeinsam mit dem Arzt die Erkrankung bis in die verschiedenen Unterarten einzugrenzen
  • Es macht Sinn, eine nahestehende Person zum Gespräch mitzunehmen
  • Fragen Sie nach Erfolgschancen von Therapien und nach Nebenwirkungen

Diagnostik

Die Diagnose von hämatologischen Erkrankungen ist ernst und oftmals ein Schock für den Betroffenen. Umso wichtiger ist es, idealerweise in einem weiteren Gespräch mehr zu erfahren. Es ist empfehlenswert, für das Gespräch noch eine nahestehende Person mitzunehmen, einfach weil vier Ohren mehr hören als zwei. Außerdem sollte man sich auf das Gespräch vorbereiten. Überlegen Sie sich vorher, was genau Sie wissen wollen, und schreiben Sie es sich auf.

Dabei kann folgende Checkliste helfen:

  • Wie lautet der genaue Name meiner Erkrankung und was ist damit gemeint?
  • Welche weiteren Untersuchungen sind notwendig, um den Typ und die Unterform meiner Erkrankung genau zu bestimmen?
  • Welche Blutzellen sind in meinem Fall betroffen? Und wie groß ist ihr Anteil?
  • Wie sieht der Krankheitsverlauf vermutlich in Zukunft aus? Was wird jetzt auf mich und mein persönliches Umfeld zukommen?
  • Wie ist das weitere Vorgehen?

Therapieentscheidung

Die Therapieentscheidung wirkt sich wesentlich auf den weiteren Verlauf und die Heilungschancen aus. Oft verspricht nach einer genauen Diagnose eine bestimmte, genau passende Behandlungsoption die besten Erfolge. Doch manchmal sind bei der Auswahl der Behandlungsoptionen mehrere Möglichkeiten sinnvoll.

Für die Vorbereitung auf das Gespräch mit dem Arzt ist es empfehlenswert, sich über folgende Fragen Gedanken zu machen und sie unter Umständen in das Gespräch hineinzutragen:

  • Wie lässt sich meine Erkrankung am besten behandeln – und warum?
  • Welche Therapiemöglichkeiten gibt es noch?
  • Wie groß sind jeweils die Erfolgschancen der einzelnen Therapieoptionen?
  • Welche Vor- und Nachteile und womöglich Risiken sind mit den verschiedenen Behandlungsoptionen verbunden?
  • Wie hoch ist die Chance, dass die Therapie anschlägt?
  • Ist die Therapie mit Schmerzen und Einschränkungen verbunden?
  • Was geschieht, wenn ich mich nicht behandeln lasse?
  • Wie genau sieht die Durchführung der Therapien im Alltag aus, und wie lange dauert eine Therapie?

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen, sie sind gewissermaßen Kollateralschäden von Behandlungen, die direkt zur Bekämpfung der Krankheit nichts beitragen. Doch sie sind meist unvermeidlich, unter Medizinern sagt man: Wenn es keine Nebenwirkungen gibt, dann gibt es auch keine Wirkungen. Denn der menschliche Körper ist komplex, es gibt immer Wechselwirkungen und Nebenwirkungen, selbst bei hochgezielten Therapien. Sprechen Sie das Thema Nebenwirkungen bei Ihrem Arzt an!

Die folgenden Fragen können hier im Gespräch hilfreich sein:

  • Mit welchen Nebenwirkungen ist bei den jeweiligen Therapien zu rechnen?
  • Wie häufig sind die jeweiligen Nebenwirkungen?
  • Was kann ich gegen die Nebenwirkungen tun?
  • Gibt es Möglichkeiten, die Wahrscheinlichkeit des Auftretens der Nebenwirkungen gering zu halten?